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Aktuelles

MEDIENINFORMATION, 27. April 2018

GMD Georg Fritzsch dirigiert den „Ring“ bei der Wiedereröffnung des Grand Théâtre de Genève im Februar 2019

Nach fast dreijährige Bauzeit wird die Genfer Oper, das Grand Théâtre de Genève, nach ihrer Generalsanierung im Februar 2019 glanzvoll wiedereröffnet. Auf dem Programm steht Wagners „Der Ring des Nibelungen“ in der Inszenierung von Dieter Dorn. Georg Fritzsch, GMD in Kiel, dirigiert das Orchestre de la Suisse Romande.

Anlässlich des 200. Geburtstags von Richard Wagner im Jahr 2013 inszenierte Regie-Altmeister Dieter Dorn mit seinem langjährigen Bühnen- und Kostümbildner Jürgen Rose den „Ring“ am Grand Théâtre de Genève neu. Diese Inszenierung steht bei der Neueröffnung des traditionsreichen Opernhauses im Feburar 2019 wieder im Mittelpunkt. Mit Georg Fritzsch hat einer der profiliertesten Wagner- und Strauss-Dirigenten Deutschlands die musikalische Leitung inne.

Georg Fritzsch – Ein Experte für Strauss und Wagner

Georg Fritzsch ist seit Herbst 2003 Generalmusikdirektor an der Oper Kiel. Darüber hinaus ist er ein gefragter Gastdirigent nicht nur, aber besonders für das Deutsche Fach. Mit Beginn des Studienjahrs 2017.18 übernahm Georg Fritzsch eine Professur für Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater in München als Nachfolger von Bruno Weil.

Georg Fritzsch beherrscht ein umfassendes Repertoire unterschiedlicher musikalischer Epochen. Die großen Komponisten der deutschen Klassik und Romantik nehmen dabei einen besonderen Stellenwert ein, vor allem Mozart, Beethoven, Reger, Schubert und Mendelssohn, Bruckner, Richard Wagner, Gustav Mahler und Richard Strauss.  Dazu fördert Georg Fritzsch Zeitgenössisches. Zum 1oo jährigen Jubiläum des Kieler Matrosenaufstand 1918, der als die Wiege der deutschen Demokratie gilt, wird er die Komposition „Falscher Verrat“ von Marco Tutino im November 2018 in Kiel uraufführen.

Strauss und Wagner – ein beeindruckendes Repertoire

2019 wird Georg Fritzsch an der Oper Kiel die Neuproduktion von „Die Frau ohne Schatten“ leiten und damit sein beachtenswertes Strauss-Repertoire um ein großes Werk erweitern. „Der Rosenkavalier“ (u.a. Staatsoper Stuttgart), „Elektra“ (u.a. Staatsoper Stuttgart, Aalto Theater Essen, Landestheater Innsbruck), „Salome“ (u.a. Staatsoper Stuttgart, Deutsche Oper am Rhein, Aalto Theater Essen 2018), „Ariadne auf Naxos“ (u.a. Staatsoper Stuttgart), „Die schweigsame Frau“ (Oper Kiel) und „Arabella“ (Oper Kiel, Premiere 9.12.) sprechen bereits heute für seine Expertise in Sachen Richard Strauss.

Ein weiterer Meilenstein in der Laufbahn von Georg Fritzsch ist die Vollendung von Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ an der Oper Kiel im März 2018, den er in der Spielzeit 2015/16 begonnen hat. „Götterdämmerung“ hatte am 10. März 2018 Premiere. Ende Juni, Anfang Juli 2018 wird der gesamte „Ring“ unter der Leitung von Georg Fritzsch an der Oper Kiel aufgeführt. Damit hat Georg Fritzsch alle Wagner Opern, mit Ausnahme der Frühwerke, im Repertoire und zeigt damit auch seine Expertise für die Werke Richard Wagners.

Prägung als Dirigent

Als Dirigent sieht Georg Fritzsch seine Entwicklung stark von der Tradition des bei der Sächsischen Staatskapelle an der Dresdner Oper gepflegten Stils beeinflusst. Seine Lehrjahre dort in den 1980ern haben nach wie vor für ihn prägende Bedeutung was die Interpretation des Repertoires von Wagner und Strauss angeht. Fritz Busch, den GMD der Dresdner Oper zwischen 1922 und 1933, bezeichnet er in dessen Bemühen um Kunst und Künstler als eines seiner Vorbilder.

Dagmar Grohmann 
27. April 2018

Vorschau 2017/2018

Neue Herausforderungen erwarten den Dirigenten Georg Fritzsch in der Saison 17/18. Schon im Jahr 2014 hat er entschieden, seinen Vertrag als Generalmusikdirektor in Kiel nicht wieder verlängern zu wollen. Es ist somit seine vorletzte Saison in der Stadt, die ihm so viele glückliche Jahre an seinem Haus, mit seinem Orchester ermöglicht hat.

Im Herbst stehen im Zentrum die Aufnahme seiner Professorentätigkeit an der Hochschule für Musik und Theater München, die Eröffnungspremiere von Hänsel und Gretel an der Staatsoper Stuttgart, geplant in der Regie des in Russland unter Hausarrest stehenden Kirill Serebrennikov. Dieser besonderen Situation wird an dem, Georg Fritzsch durch seine Dirigate von Elektra, Ariadne auf Naxos, Salome, Der Rosenkavalier und Der fliegende Holländer, eng verbundenen Haus in gemeinschaftlicher Anstrengung des gesamten Ensembles und des Staatsorchesters Rechnung getragen.

Im Winter wird er in Kiel mit der Neuproduktion der Arabella von Richard Strauss sein favorisiertes Repertoire erweitern. Dazu kommt eine Serie von Konzerten mit dem Niederländischen Jugend Orchester. Das Frühjahr steht mit der Neuproduktion der „Götterdämmerung“ und der Wiederaufnahmen der anderen Ring Opern ganz im Zeichen der Vollendung von „Der Ring des Nibelungen“ in Kiel, der Ende Juni als Serie zur Aufführung kommt.

Rückblick

Georg Fritzsch kann auf eine an Erfolg und Aufgaben reiche Saison zurückblicken.

Allein in der Oper konnte er mit den Aufführungen von Das Rheingold, Die Walküre, Siegfried (Neuproduktion) an der Oper Kiel, Der Freischütz am Deutschen Nationaltheater Weimar, Der fliegende Holländer und Elektra an der Staatsoper Stuttgart seine Reputation als insbesondere dem deutschen Repertoire verbundener Dirigent stärken. Dazu kamen Neuproduktionen von RIgoletto und Turandot an seinem Stammhaus, der Oper Kiel.

Im Konzert war für ihn insbesondere sein erstes Dirigat der 9.Sinfonie von Gustav Mahler ein herausragendes Erlebnis. Aber auch sein Engagement für das Werk von Max Reger anlässlich seines 100.Todestages 2016 mit der Aufführung seines Klavierkonzertes mit Gerhard Oppitz, der die Kieler Konzertsaison als soloist in residence bereichert hat, sowie die der Hiller-Variationen wird in Erinnerung bleiben. Auf Gastspielen hatte Georg Fritzsch unter anderem Gelegenheit, Strausssche Tondichtungen wieder zu dirigieren, ebenso wie das Konzert für Orchester von Bartok.

Seine pädagogische Tätigkeit hat weiter zugenommen. Ein Kurs zu Strauss´ Rosenkavalier für die Dirigierklasse der Stuttgarter Musikhochschule und sein Kurs „Begleitendes Dirigieren“ für das Dirigentenforum bezeugen das. Dazu hat er einen Ruf für eine halbe W3 Professur für Hauptfach Dirigieren in der Nachfolge von Bruno Weil An der Hochschule für Musik und Theater München erhalten.

Eine besondere Freude ist für den Dirigenten die Neuerscheinung seiner CD mit Ausschnitten aus Wagner Opern mit Michael Volle und dem Rundfunksinfonieorchester Berlin.

Aus der Presse

Alle Fünfe: Gerhard Oppitz und Georg Fritzsch beim Beethoven-Marathon

Das Ergebnis nach fünf Stunden Konzert-„Marathon“? Knapp 1000 euphorisierte Zuhörer im Schloss, glücklich erschöpfte Musiker und ein überragender Solist, der nach den fünf Beethovenschen Übermensch-Konzerten so aussieht, als ob er noch gerne die beiden von Brahms folgen ließe.

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